Ver­bren­nungs­chi­ru­gie

Die medi­zi­ni­sche Begut­ach­tung der aus einem ther­mi­schen Trau­ma resul­tie­ren­den Schä­den ist ein kom­ple­xer Pro­zess, bei dem mul­ti­ple Fak­to­ren in die Gesamt­ein­schät­zung ein­be­zo­gen wer­den müssen.

Der begut­ach­ten­de Plas­ti­sche Chir­urg muss neben den loka­len Ver­än­de­run­gen der Haut, die aus der Grö­ße der Ver­bren­nungs­flä­che- und der Ver­bren­nungs­tie­fe besteht, auch die aus dem aku­ten Ver­bren­nungs­trau­ma resul­tie­ren­den sys­te­mi­schen Fol­gen der Ver­bren­nungs­krank­heit berücksichtigen.

Die Gesamt­ein­schät­zung setzt sich dabei aus drei Haupt­tei­len zusam­men: Der Funk­ti­ons­ein­schrän­kung, der Bewer­tung des Lokal­be­fun­des (ver­brann­te Kör­per­ober­flä­che, einem der Nar­ben­aus­prä­gung ent­spre­chen­den Fak­tor und der Ver­bren­nungs­lo­ka­li­sa­ti­on) und den resul­tie­ren­den soma­ti­schen bzw. vege­ta­ti­ven Beschwer­den wie bei­spiels­wei­se Nar­ben­schmer­zen, Juck­reiz oder Taubheitsgefühle.